Hermann Niehoff

fr. General d. Infantrie

* 3. April 1897 Papenburg

† 5. November 1980 Riegsee

Wirken

Hermann Niehoff wurde am 3. April 1897 in Westfalen geboren. Nach dem Abitur trat er bei Kriegsbeginn 1914 als Fahnenjunker in das Westf. Inf.-Rgt. Vogel von Falkenstein Nr. 56 ein und wurde dort auch Offizier.

In der Reichswehr durchlief er die Dienstgrade und war, als der 2. Weltkrieg ausbrach, Kommandeur des Inf.-Rgt. Nr. 39 in Düsseldorf. Anfang 1944 war er als Generalleutnant Kommandeur der 371. Inf.-Division.

Als solcher kam er nach Breslau und wurde, als diese Stadt zur Festung erklärt wurde, ohne wirklich eine Festung mit Aussenwerken zu sein, deren Kommandant. 3Ð Monate hat er die schlesische Hauptstadt gegen eine gewaltige Übermacht von Feinden gehalten. Er verfügte nur über 3 zerschlagene Divisionen, 18 Volkssturmbataillone und einige andere Verbände, die sich aus Organisation Todt u.s.w. zusammensetzten. Insgesamt verfügte er über ca. 40 000 Mann, während der Belagerer Generaloberst Bludowski, O.B. der 6. russischen Armee, ca. 200 000 Mann, sowie schwere Einheiten und Verbände der roten Luftstreitkräfte hatte. Nachdem Berlin kapituliert hatte, sah N. seine Aufgabe als erfüllt und übergab, um weiteres Blutvergiessen zu vermeiden, Breslau dem Gegner.

Anfang Okt. 55. kehrte N. aus der Kriegsgefangenschaft zurück, obwohl ihm bei ...